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Die Fußballsklaven
Soziale Nachhaltigkeit

Die Fußballsklaven

von

Die Journalisten der britischen Zeitung The Guardian leisten dieser Tage ganze Arbeit. Nicht nur genießen sie das Vertrauen des amerikanischen Whistleblowers Edward Snowdon. Ihren Recherchen verdanken wir, dass die Öffentlichkeit auf die schockierenden Arbeitsbedingungen der vorwiegend nepalesischen Gastarbeiter in Katar aufmerksam wird.

2022 soll in Katar von den Rängen neuer Fußballstadien gejubelt werden. Dokumente der nepalesischen Botschaft in Doha belegen, dass zwischen dem 4. Juni bis 8. August 2013 mindestens 44 Arbeiter starben. Mehr als die Hälfte an Herzinfarkten, Herzversagen oder infolge eines Unfalls am Arbeitsplatz.

Es gibt Hinweise auf Zwangsarbeit, unbezahlte Arbeit, arbeitgeberseitigen Einbezug von Reisepässen und eingeschränktem Zugang zu frischem Trinkwasser – letzteres ist insbesondere bei den Sommertemperaturen in Katar eine erhebliche Gesundheitsgefährdung.

Kurzum: Moderne Sklaverei

Bereits die Vergabe der Fußball-WM an den Wüstenstaat stand unter Korruptionsverdacht. Der Korruptionsverdacht und die Fifa – leider inzwischen ein häufiges Paar in den Medien. Die 2012 durch eine Staatsanwaltschaft in der Schweiz aufgedeckten Schmiergeldzahlungen an hochrangige frühere Fifa-Funktionäre sind nur ein Beispiel.

Die aufgedeckten Missstände, die gegen jeglichen sozialen Standard verstoßen, zeigen auf, dass hier keinerlei Spielraum für rein detektive Maßnahmen besteht: Soziale Prävention ist angesagt.

Social Compliance, Social Accountability und Social Audits: Das sind meine Stichwörter.

Wir bleiben dran.



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